Was ist Karies?

Was ist Karies?

Die häufigste Erkrankung der Zähne ist Karies. Karies kann als „chronische“ Erkrankung bewertet werden. Die ursächlichen Bakterien, die für Karies verantwortlich sind, werden schon Kleinkindern  durch Ansteckung  übertragen. Auch eine noch so gründliche Desinfektion des Mundraumes kann eine Ansteckung nicht verhindern.

Umgangssprachlich wird Karies als „Löcher im Zahn“ bezeichnet. Die Löcher entstehen indem es zu einem starken Mineralverlust der Zahnhartsubstanz kommt. Die Löcher können je nach Stadium des Karies von sehr kleinen, nahezu unsichtbaren bis hin zu deutlich sichtbaren Zerstörung der Zahnstruktur vorhanden sein. Karies ist Altersunabhängig.  Karies wird im wesentlich von unserer Ernährungsweise beeinflusst – was wir essen, wie häufig wir essen; aber auch davon, wie gut wir uns nach dem Essen um unsere Zähne kümmern und ob wir eine fluoridhaltige Zahnpaste verwenden. Die Vererbung von Karies-Anfälligkeit spielt ebenfalls eine Rolle.

Wie entsteht Karies?

Damit Karies entsteht spielen vier Faktoren eine  wesentliche Rolle:

  • kariesverursachende Bakterien
  • mangelnde Mundhygiene (Zahnbelag)
  • Nahrung (vornehmlich Zucker)
  • Zeit

Die Bakterien siedeln sich im Zahnbelag an. Durch die Überlagerung von immer mehr Bakterien (Plaque) wird die Sauerstoffkonzentration zum Zahn hin immer geringer. In Verbindung mit zuckerhaltigen Speisen entwickelt sich Milchsäure. Die Milchsäure löst zunächst die Mineralkristalle aus dem Schmelz (Entkalkung), wodurch dieser porös wird. Die ätzende Substanz kann nun in tiefere Schichten eindringen und dort Calcium und Phosphor freisetzen. Der Schmelz bekommt kreidig-weiße Flecken. Nach einiger Zeit sind diese Flecken so mürbe, dass die Oberfläche einbricht: Das Loch ist da, und seine rauen Ränder sind wiederum ideale Nistplätze für Bakterien.

Ist die Mundhygiene nicht ausreichend, sammelt sich immer mehr Plaque auf den Zähnen an. Kommen hierzu regelmäßig zuckerhaltige, kariesfördernde Nahrungsmittel, verwerten die Bakterien im Zahnbelag den Zucker und bilden daraus Säuren. Je länger die Säuren einwirken können, desto mehr Mineralien können aus dem Zahn herausgelöst werden und desto schneller kann eine Karies entstehen und voranschreiten.

Karies-Prophylaxe

Die Heilung von Karies ist immer mit Verlust an Zahnsubstanz gebunden! Karies lässt sich aber hervorragend durch prophylaktische Maßnahmen vermeiden! Somit liegt in der Kariesprophylaxe eine große Bedeutung. Neben der Reinigung der Zähne zählt hierzu die richtige Ernährung, Fluoridierungsmaßnahmen sowie der regelmäßige Zahnarztbesuch.

  • Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpaste und reinigen Sie die Zähne außerdem täglich mit Zahnseide und / oder Zahnzwischenraumbürsten, um die Plaque zwischen den Zähnen und unterhalb des Zahnfleischsaums zu entfernen. Elektrische Zahnbürsten haben sich sehr effektiv bei der Entfernung von Plaque (Zahnbelag) erwiesen.
  • Lassen Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung vornehmen und Kontrolluntersuchungen durchführen. Vorsorgende Pflege kann das Auftreten von Problemen verhindern und dafür sorgen, dass aus kleineren Problemen keine größeren werden.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und schränken Sie die Menge zuckerhaltiger Nahrungsmittel ein. Wenn Sie diese Nahrungsmittel zu sich nehmen, versuchen Sie, diese zusammen mit der Mahlzeit statt als Zwischenmahlzeit zu essen, um so die Zeiträume zu begrenzen, während derer Ihre Zähne Säureangriffen ausgesetzt sind.
  • Verwenden Sie fluoridhaltige Zahnpasta und gegebenenfalls fluoridhaltige Mundspülungen

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